Author: netAction

Digitalstrom in die Wohnung gelegt

Licht aus, Heizung an, auf zentralen Überwachungs-Bildschirmen die Wohnung steuern – das ist Hausautomation. Meine Installation beschreibe ich hier. Vier Konzepte Irgendwie müssen die Leuchten und Schalter und Antriebe und Melder verbunden werden. Im Idealfall so, dass von einem Punkt alles eingestellt wird, aber auch jeder Raum für sich alleine werkeln kann. Für die Datenübertragung gibt es vier Konzepte: Zentral zusammenlaufende Leitungen kommen ohne Datenbus aus. Meist geht von jeder Leuchte ein Kabel in den Sicherungskasten, der sogenannten Unterverteilung. Zu den Schaltern führen Klingeldrähte. In den Plattenbauten der DDR waren solche Systeme schon vor Jahrzehnten Standard. Für Erweiterungen werden allerdings ungenutzte Leitungen, Leerrohre oder Zwischendecken benötigt. Mit KNX wird heute noch im Grunde genau so gearbeitet. Um die komplette Schaltungstechnik zu ersetzen, reicht es nämlich, am Sicherungskasten zu schrauben. Flexibler geht es kaum. Datenkabel parallel zu allen Stromkabeln zu ziehen ist das übliche Verfahren in großen Neubauten. Dadurch lassen sich hohe Datenmengen zuverlässig verteilen, etwa um in hunderten Räumen Klimadaten bereitzustellen und abzufragen. Allerdings kann so ein RS485-Bus überall und sogar ungewollt gestört werden. Und …

Quartiermeister Kiezball

Für die soziale Biermarke Quartiermeister habe ich die Benutzerführung der Webseite programmiert, Produktfotos und Teamfotos aufgenommen und am Wochenende ein Event fotografiert. Beim Kiezball wurde für den guten Zweck gebechert und getanzt. Ein paar der Fotos gibts im Facebook-Post der Quartiermeister.

Hochzeitsreportage

Hochzeitsreportagen sind ein eigenständiges Gebiet der Fotografie. Als Assistent von Hochzeitsfotografen lernt man, auf welche Situationen es ankommt, denn ein Ringwechsel vor der Gemeinde lässt sich nicht wiederholen. Ich habe nie behauptet, dass ich das könnte und wusste nicht einmal, wie eine kirchliche Trauung abläuft. Trotzdem haben mich Ivonne und Alex beauftragt. Das Ergebnis ist: Von jeder wichtigen Situation konnte ich ein brauchbares Bild abliefern. Ein Profi hätte im Gegensatz zu mir sicherlich Tricks gewusst, wie er besser mit der Hochzeitsgesellschaft umgeht oder in kürzester Zeit beeindruckende Portraits vom Paar schießt.

re:publica 2016

Für mich war es die re:publica der Inspirationen, so viele Anregungen bekam ich. Für Fefe war es die Synchron-Twitter-Wichs-Dauerwerbesendung in Berlin. Für Sascha Pallenberg einfach nur ein riesen Filz. Die Sponsoren Microsoft, Daimler, Eyeo (Addblock Plus) und IBM waren natürlich völlig daneben. Es war schön zu sehen, wie die Besucher und Keynote-Speaker die Ideale dieser Firmen zerpflückt haben. An sich ist es toll, die Community so gefestigt zu sehen, andererseits erschreckt es mich jedes Jahr wieder, wie durchwachsen die re:publica mit Business-Kaspern und Marketing-Selbstdarstellern ist. Dieses Jahr gab es WLan, und auch O2 sorgte für ordentliches Netz. Das ist einen eigenen Absatz wert. Das Gelände wurde nochmals erheblich ausgedehnt. Diesmal gehörte ein ganzer Park beim Gleisdreieck mit zur bewirtschafteten Fläche. Im Zuge der Unter-Konferenz Fashiontech Berlin gab es einige spannende Mode-Designs zu sehen, zum Beispiel wirklich ästhetischen Schmuck mit LED-Beleuchtung. Leider gab es wie so oft im Design hinter der Fassade keinerlei relevante Anwendungen oder spannende Technik. Elektrotechnisch wurde nichts Brauchbares geboten. Bei Mode ist das aber auch nicht entscheidend, finde ich. Lars Weiler mit …

Morsen mit Stützrädern

Morsen habe ich mal gelernt, habe es dann wieder vergessen, habe es wieder gelernt, wieder vergessen, und dann das gleiche noch ein drittes Mal. Es ist nicht so schwierig, sich ein paar Wochen täglich hinzusetzen und das Gehör zu trainieren, möglichst schnell und fehlerfrei die Zeichen zu erkennen. Nur hält der Erfolg ohne regelmäßiger Praxis nicht lange an. Beim vierten Anlauf gehe ich dank moderner Technik einen anderen Weg: Ich starte direkt mit den realen Funkverbindungen, bis zu denen ich es bei den bisherigen Anläufen nie geschafft habe. Zur Unterstützung schließe ich einen Rechner ans Funkgerät an, der alle empfangenen Zeichen anzeigt, und in den ich meine Antworten direkt eintippe. Wenn ich ein Zeichen nicht schnell genug verstehe, ist das nicht schlimm, denn der Computer schreibt mit. Das Gehör wird gleichzeitig trotzdem geschult. Zur Abwicklung der Verbindungen verwende ich das bewährte Programm fldigi von W1HJK. Seit 2014 hat es einen Bayesischen Morse-Decoder von AG1LE. Am Rechner steckt ein Sound-Adapter mit USB-Anschluss. Fldigi verwendet Line In zum Decodieren und sendet zum Senden einen Sinus an Line …

PHP mail() aktivieren ohne Mailserver zu betreiben

Jeder gute Linux-Server hat einen eigenen Mailserver. Außer, man ist die Konfiguration leid. Als Admin möchte man nicht freiwillig Ports öffnen, über Verschlüsselung nachdenken und umfangreiche Tests durchführen, wenn die Maschine sowieso nie eine Mail über SMTP bekommt. Handelt es sich um einen Webserver, werden darüber schon mal Mails verschickt. Hier ein Passwort, da eine Benachrichtigung. Um das zu ermöglichen, kann man in jede Webseite einen SMTP-Client einbauen, der sich mit Google Mail oder irgend einem anderen externen Server verbindet und ihm die Post zum Versand gibt. Das ist bei den meisten Foren und Blogs überhaupt kein Problem. In PHP5 gibt es allerdings eigentlich einen Befehl mail(), der Mails annimmt und sich selbständig um den Versand kümmert. Diese Schnittstelle zu verwenden erscheint mir ordentlicher als immer SMTP-Clients zu verbauen. Installation Erst einmal (unter Ubuntu 15.10) einen wirklich kleinen Sendmail-Ersatz installieren. msmtp tut nichts anderes als Mails über einen Shell-Aufruf so anzunehmen, wie es früher Sendmail getan hat, und sie per SMTP weiterzugeben. sudo apt-get install msmtp Konfiguration In der /etc/php5/apache2/php.ini gibt es eine Sektion [mail …

Sportküstenschifferschein

Vor zwei Jahren begann ich Segeln zu lernen und Motorboot zu fahren. Über die Sportbootführerscheine See und Binnen schrieb ich einen Artikel. Sportküstenschifferschein Im März 2015 wollte ich raus aus dem winterlichen Drinnensein und in einem Praxis-Kurs etwas lernen. Also fuhr ich zu Sailaway nach Kiel, um bei fünf Grad eine Woche auf der Ostsee zu segeln. Neben den prüfungsrelevanten Kunststückchen wie Vollkreis und Boje-Über-Bord-Manöver übten wir auch Hafenmanöver und bekamen unglaublich viele Tipps zum Umgang mit Yachten. Am letzten Tag kamen Prüfer an Bord, und ich bestand den praktischen Teil für den Sportküstenschifferschein. Funkscheine Wenn eine Yacht ein Funkgerät an Bord hat, muss man dafür auch den passenden Schein haben. Boote mit Funkgerät lassen sich also nicht ohne Funkschein ausleihen. Auf See braucht man den SRC, auf Binnengewässern heißt der Zettel UBI. Während der Sportküstenschifferschein nur dafür gut ist, seine Fähigkeiten zu beweisen, sind die Funkscheine auf Yachten notwendig. Als Lern-Motivation und zum Ausprobieren der Funkgeräte besuchte ich einen Wochenend-Kurs der Segelschule Hering. In zwei Tagen wurde exakt das erklärt, was in der Prüfung …

Schreiben gegen die Leser

Beim letzten Bahnstreik schrieb der Focus einen Kommentar, warum die Lokführergewerkschaft GDL nicht lange streiken wird „Weselsky verzockt sich! Fünf Gründe, warum er einlenken muss.“. Die waren populistischer Unsinn und ohne handfester Anhaltspunkte, aber das kennt man vom Focus seit Jahrzehnten. Am nächsten Tag wurde das Streik-Ende bekannt. Der Focus schrieb den Artikel in die Vergangenheitsform um, nahm einen Grund raus und hatte nun vier Gründe, aus denen der Streik beendet wurde unter dem Titel „Vier Gründe, warum Weselsky der Schlichtung zustimmen musste“. Die Redaktion machte sich nicht mal die Mühe, die Web-Adresse zu ändern, die lautet immer noch „fuenf-gruende-warum-er-einlenken-muss“ (Screenshot). Beim Focus mangelt es also nicht nur an der Recherche, sondern die Redaktion versucht aktiv, Müll in die Ticker zu drücken. Interessant ist, dass mit der Meinung der Bahn und der Bahnkunden berichtet wird. Es hätte genauso gut ein Artikel über Arbeitsbedingungen und Lohngefälle werden können. Als einziger Name des Bösen wird der Gewerkschafts-Chef genannt. Warum hat der Focus nicht die Bahn-Vermittler und ihre Methoden beleuchtet? Community Anderes Beispiel. Wer Schokolade isst, bleibt schlank! …