Author: netAction

Hochzeitsreportage

Hochzeitsreportagen sind ein eigenständiges Gebiet der Fotografie. Als Assistent von Hochzeitsfotografen lernt man, auf welche Situationen es ankommt, denn ein Ringwechsel vor der Gemeinde lässt sich nicht wiederholen. Ich habe nie behauptet, dass ich das könnte und wusste nicht einmal, wie eine kirchliche Trauung abläuft. Trotzdem haben mich Ivonne und Alex beauftragt. Das Ergebnis ist: Von jeder wichtigen Situation konnte ich ein brauchbares Bild abliefern. Ein Profi hätte im Gegensatz zu mir sicherlich Tricks gewusst, wie er besser mit der Hochzeitsgesellschaft umgeht oder in kürzester Zeit beeindruckende Portraits vom Paar schießt.

re:publica 2016

Für mich war es die re:publica der Inspirationen, so viele Anregungen bekam ich. Für Fefe war es die Synchron-Twitter-Wichs-Dauerwerbesendung in Berlin. Für Sascha Pallenberg einfach nur ein riesen Filz. Die Sponsoren Microsoft, Daimler, Eyeo (Addblock Plus) und IBM waren natürlich völlig daneben. Es war schön zu sehen, wie die Besucher und Keynote-Speaker die Ideale dieser Firmen zerpflückt haben. An sich ist es toll, die Community so gefestigt zu sehen, andererseits erschreckt es mich jedes Jahr wieder, wie durchwachsen die re:publica mit Business-Kaspern und Marketing-Selbstdarstellern ist. Dieses Jahr gab es WLan, und auch O2 sorgte für ordentliches Netz. Das ist einen eigenen Absatz wert. Das Gelände wurde nochmals erheblich ausgedehnt. Diesmal gehörte ein ganzer Park beim Gleisdreieck mit zur bewirtschafteten Fläche. Im Zuge der Unter-Konferenz Fashiontech Berlin gab es einige spannende Mode-Designs zu sehen, zum Beispiel wirklich ästhetischen Schmuck mit LED-Beleuchtung. Leider gab es wie so oft im Design hinter der Fassade keinerlei relevante Anwendungen oder spannende Technik. Elektrotechnisch wurde nichts Brauchbares geboten. Bei Mode ist das aber auch nicht entscheidend, finde ich. Lars Weiler mit …

Morsen mit Stützrädern

Morsen habe ich mal gelernt, habe es dann wieder vergessen, habe es wieder gelernt, wieder vergessen, und dann das gleiche noch ein drittes Mal. Es ist nicht so schwierig, sich ein paar Wochen täglich hinzusetzen und das Gehör zu trainieren, möglichst schnell und fehlerfrei die Zeichen zu erkennen. Nur hält der Erfolg ohne regelmäßiger Praxis nicht lange an. Beim vierten Anlauf gehe ich dank moderner Technik einen anderen Weg: Ich starte direkt mit den realen Funkverbindungen, bis zu denen ich es bei den bisherigen Anläufen nie geschafft habe. Zur Unterstützung schließe ich einen Rechner ans Funkgerät an, der alle empfangenen Zeichen anzeigt, und in den ich meine Antworten direkt eintippe. Wenn ich ein Zeichen nicht schnell genug verstehe, ist das nicht schlimm, denn der Computer schreibt mit. Das Gehör wird gleichzeitig trotzdem geschult. Zur Abwicklung der Verbindungen verwende ich das bewährte Programm fldigi von W1HJK. Seit 2014 hat es einen Bayesischen Morse-Decoder von AG1LE. Am Rechner steckt ein Sound-Adapter mit USB-Anschluss. Fldigi verwendet Line In zum Decodieren und sendet zum Senden einen Sinus an Line …

PHP mail() aktivieren ohne Mailserver zu betreiben

Jeder gute Linux-Server hat einen eigenen Mailserver. Außer, man ist die Konfiguration leid. Als Admin möchte man nicht freiwillig Ports öffnen, über Verschlüsselung nachdenken und umfangreiche Tests durchführen, wenn die Maschine sowieso nie eine Mail über SMTP bekommt. Handelt es sich um einen Webserver, werden darüber schon mal Mails verschickt. Hier ein Passwort, da eine Benachrichtigung. Um das zu ermöglichen, kann man in jede Webseite einen SMTP-Client einbauen, der sich mit Google Mail oder irgend einem anderen externen Server verbindet und ihm die Post zum Versand gibt. Das ist bei den meisten Foren und Blogs überhaupt kein Problem. In PHP5 gibt es allerdings eigentlich einen Befehl mail(), der Mails annimmt und sich selbständig um den Versand kümmert. Diese Schnittstelle zu verwenden erscheint mir ordentlicher als immer SMTP-Clients zu verbauen. Installation Erst einmal (unter Ubuntu 15.10) einen wirklich kleinen Sendmail-Ersatz installieren. msmtp tut nichts anderes als Mails über einen Shell-Aufruf so anzunehmen, wie es früher Sendmail getan hat, und sie per SMTP weiterzugeben. sudo apt-get install msmtp Konfiguration In der /etc/php5/apache2/php.ini gibt es eine Sektion [mail …

Sportküstenschifferschein

Vor zwei Jahren begann ich Segeln zu lernen und Motorboot zu fahren. Über die Sportbootführerscheine See und Binnen schrieb ich einen Artikel. Sportküstenschifferschein Im März 2015 wollte ich raus aus dem winterlichen Drinnensein und in einem Praxis-Kurs etwas lernen. Also fuhr ich zu Sailaway nach Kiel, um bei fünf Grad eine Woche auf der Ostsee zu segeln. Neben den prüfungsrelevanten Kunststückchen wie Vollkreis und Boje-Über-Bord-Manöver übten wir auch Hafenmanöver und bekamen unglaublich viele Tipps zum Umgang mit Yachten. Am letzten Tag kamen Prüfer an Bord, und ich bestand den praktischen Teil für den Sportküstenschifferschein. Funkscheine Wenn eine Yacht ein Funkgerät an Bord hat, muss man dafür auch den passenden Schein haben. Boote mit Funkgerät lassen sich also nicht ohne Funkschein ausleihen. Auf See braucht man den SRC, auf Binnengewässern heißt der Zettel UBI. Während der Sportküstenschifferschein nur dafür gut ist, seine Fähigkeiten zu beweisen, sind die Funkscheine auf Yachten notwendig. Als Lern-Motivation und zum Ausprobieren der Funkgeräte besuchte ich einen Wochenend-Kurs der Segelschule Hering. In zwei Tagen wurde exakt das erklärt, was in der Prüfung …

Schreiben gegen die Leser

Beim letzten Bahnstreik schrieb der Focus einen Kommentar, warum die Lokführergewerkschaft GDL nicht lange streiken wird „Weselsky verzockt sich! Fünf Gründe, warum er einlenken muss.“. Die waren populistischer Unsinn und ohne handfester Anhaltspunkte, aber das kennt man vom Focus seit Jahrzehnten. Am nächsten Tag wurde das Streik-Ende bekannt. Der Focus schrieb den Artikel in die Vergangenheitsform um, nahm einen Grund raus und hatte nun vier Gründe, aus denen der Streik beendet wurde unter dem Titel „Vier Gründe, warum Weselsky der Schlichtung zustimmen musste“. Die Redaktion machte sich nicht mal die Mühe, die Web-Adresse zu ändern, die lautet immer noch „fuenf-gruende-warum-er-einlenken-muss“ (Screenshot). Beim Focus mangelt es also nicht nur an der Recherche, sondern die Redaktion versucht aktiv, Müll in die Ticker zu drücken. Interessant ist, dass mit der Meinung der Bahn und der Bahnkunden berichtet wird. Es hätte genauso gut ein Artikel über Arbeitsbedingungen und Lohngefälle werden können. Als einziger Name des Bösen wird der Gewerkschafts-Chef genannt. Warum hat der Focus nicht die Bahn-Vermittler und ihre Methoden beleuchtet? Community Anderes Beispiel. Wer Schokolade isst, bleibt schlank! …

Schnitzel mit Tacos überbacken

Schnitzel mit Käse überbacken und lecker Tacos. Das Rezept kam aus dem Seiltanz-Blog via scheissewaskocheichheute.de. 400 g Schweine-Steak 4 Paprika 400 g Gouda gerieben 1 Zwiebel 125 g Tortilla Chips 1 TL Gemüsebrühe 500 ml Maggi Texicana Salsa Das Fleisch wird in Olivenöl angebraten und mit Salz und Pfeffer gewürzt. Danach wird es auf ein Backblech gelegt. In die selbe Pfanne werden die Paprika gewürfelt und die Zwiebel geschnippelt. Auch das brät wieder an. Auf das Gemüse kommen 200 ml Wasser, die Gemüsebrühe und der Geschmack aus der Maggi-Glasflasche. Das ganze einmal aufkochen lassen und übers Fleisch verteilen. Auf das Blech kommen jetzt noch die Tacos und darauf der Käse. Das ganze Blech wandert 10-15 Minuten bei gut 200 °C in den Ofen und sollte danach lecker aussehen. Im Original-Rezept sind weniger Paprika, Käse und Tacos drin und dafür mehr Fleisch, das lässt sich beliebig abwandeln. Reis lässt sich gut als Beilage vorweg kochen.

re:publica 2015

Wie jedes Jahr begeisterte mich die Internet-Vollschreiberinnen-Konferenz re:publica. Die Licht-Installationen, die Sitzlandschaften, die sphärische Musik sorgten schon beim Betreten für Gänsehaut. Mein Projekt Hochschulwatch stellte Arne Semsrott von Transparency vor. Von der Datenbank habe ich die erste und nun auch die aktuelle Webseite gebaut. Sehr sypathisch war mir der Youtuber LeFloid. Rechts im Bild ist Youtuberin Melissa Lee, die auch Mode macht. Nervig fand ich allgegenwärtige sinnlose Reklame. Als ob sich Zigaretten irgendwie cool hipsterisieren ließen oder Virenscanner mit sexy Girls eine Daseinsberechtigung bekommen könnten, wurden solche Werbepartner zugelassen. Daneben bloggerfeindliche Regierungen und bloggerfeindliche Konzerne. Besonders störte mich die stumpfe Werbung bei der Session „Independent… and paid. Über Micropayment zum zahlenden Leser.“ Dabei ging es keineswegs um unabhängige Finanzierung, sondern um überflüssigen Bezahldienst, von dem man sich abhängig machen sollte. Dass es anders geht, zeigte die Session „Funktioniert community-finanzierter Journalismus in Deutschland?“ Dort war fast so etwas wie Respekt gegenüber der eigenen Leserschaft zu sehen. Zumindest wurden Kommentatoren nicht als Trolle beleidigt.

Raspberry Pi zur Anzeige von Bildern und Webseiten

Der Mini-Computer Raspberry Pi ist stromsparend und billig. Zum Surfen reicht die CPU nicht, aber selbstgebaute Webseiten können so einfach gehalten werden, dass sie sich anzeigen lassen und für einen digitalen Bilderrahmen funktionieren. Wird eine Maus oder ein Touch-Screen angeschlossen, sind Links zu weiterführenden Informationen möglich. Dieser Artikel gilt sowohl für den Raspberry Pi 1 als auch 2, denn das Betriebssystem Raspbian ist bei beiden identisch. Betriebssystem Zuerst wird das Standard-Betriebssystem Raspbian heruntergeladen und installiert. Raspbian ist weit verbreitet und perfekt dokumentiert. Zum Beispiel funktionieren viele Touchscreens ohne weiterer Einrichtung. SSH-Server Der SSH-Server ist schon installiert. Damit lassen sich übers Netzwerk Datei-Transfers und eine Konsole nutzen. Wegen dieser Schnittstelle sollte mit passwd das Passwort des Benutzers pi geändert werden. Der Root-User hat kein Passwort, mit ihm kann man sich nicht anmelden. Wer einen öffentlichen SSH-Key hat, kopiert ihn in /home/pi/.ssh/authorized_keys. Dann ist der Login ganz ohne Passwort möglich. Display Nach der Wahl der grafischen Oberfläche bei der Installation hat der Bildschirm aus dubiosen Gründen schwarze Ränder. Deshalb wird ein Terminal geöffnet und in einer Konfigurations-Datei …