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Fonts einstellen in Apache FOP

Wenn ich ein längeres Dokument im PDF-Format brauche, arbeite ich mit Apache FOP. Das Java-Programm erstellt aus Textdateien und Bildern die fertigen Druckvorlagen. Das gleiche kann auch LibreOffice, wenn man ihm HTML gibt oder LaTeX, wenn der Text in TeX geschrieben ist. Für mich war LibreOffice zu unzuverlässig und LaTeX zu nervig mit seinen gewöhnungsbedürftigen Entscheidungen. Daher entschied ich mich für FOP 1.0. FOP verarbeitet Texte in FO. Dies ist ein sehr komplexes XML-Format, das nicht nur den Text, sondern auch das Design enthält. Bei mir erstellt xsltproc die FO-Datei, indem es einen Text in DocBook mit einem XSLT-Stylesheet verknüpft. In dem Stylesheet kann man Ränder oder auch die Schriftart einstellen. Die DocBook-Datei enthält etwa die gleichen Informationen wie eine HTML- oder TeX-Datei. Nämlich nur den Text und Referenzen auf die Bilder. Man könnte hier den Text direkt eintippen, ich entschied mich aber für einen weiteren Schritt. Den Text schreibe ich in Markdown und konvertiere ihn mit Pandoc nach DocBook. Also Markdown → DocBook → FO → PDF. Wie das installiert wird, erkläre ich hier. …

Daten retten – trotz ecryptfs

„Daten speichern ist leicht. Nur das Lesen ist manchmal etwas schwierig.“ (Ich, 2011) Ubuntu bietet bei der Installation an, alle Benutzerdaten verschlüsselt zu speichern. Damit sind Passwörter, Texte, einfach alle Daten mit dem Benutzerpasswort geschützt, sobald der Rechner aus ist. Die Technik dahinter nennt sich ecryptfs und bietet sich an für Leute, die ihren Rechner nicht ununterbrochen bewachen. Manchmal startet ein Rechner nicht mehr, weil die Hardware oder das Betriebssystem keine Lust mehr haben. Dann gilt es die Festplatte mit einem anderen System auszulesen. Dazu wird zuerst die Passphrase benötigt. Das ist der Schlüssel, mit dem die Daten codiert sind. Er befindet sich in der Datei /media/altePlatte/home/.ecryptfs/<user>/.ecryptfs/wrapped-passphrase, die wiede­rum mit dem User-Login-Passwort verschlüsselt ist: $ ecryptfs-unwrap-passphrase wrapped-passphrase passphrase: < Eingabe Login-Passwort Benutzer > Weiter geht es nach der Anleitung von rausch auf aksubuntu.com. Die Passphrase wird in den Schlüsselbund des Users root vom Rettungssystem aufgenommen: $ sudo ecryptfs-add-passphrase –fnek passphrase: < Passphrase von eben > Inserted auth tok with sig [aaaaaaaaaaaaaaaa] … Inserted auth tok with sig [bbbbbbbbbbbbbbbb] … aaaaaa und bbbbbb merken wir uns. …

LinuxTag 2010

Auf dem diesjährigen Linuxtag ließen sich manche alte Bekannte nicht mehr blicken. Zum Beispiel gab es kein einziges Handy zu sehen. Zu Zeiten, als Linux auf dem Handy etwas Besonderes war, gehörten die freien Handys mit in die Messehallen der ICC Berlin wie die T-Shits mit den Aufdruck “there is no place like 127.0.0.1”. Geeks Wenigstens sind die militanten Pazifisten noch aktiv wie eh und je. Unter der Datenkrake gab es noch Schäuble-Aufkleber vom letzten Jahr und rote Sterne. Microsoft versucht sich als Cafébetreiber. Manche Unternehmen erschlossen sich ein komplett neues Geschäftsfeld. Ein ehemaliger Monopolist probiert es im Bereich der Gastronomie. Für bessere Stimmung in der Kundschaft sorgte der einstige Softwarehersteller dadurch allerdings nicht, wie man deutlich sieht. Linux in großen Unternehmen Frau Prof. Maaß von der Uni Bremen wies darauf hin, dass nicht technische und finanzielle, sondern emotionale Gründe über den Erfolg vom flächendeckenden Linuxeinsatz entscheiden. Doch gleich im folgenden Vortrag zeigte Florian Schließl, wie man auf 14.000 Behördenrechnern in München eine grottenschlechte Oberfläche als Officelösung installiert. Über das OpenOffice mit drei chaotischen Fenstern …