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Green Fashion – Augenwischerei für die Reichen

Gestern habe ich ewig mit dem Hobbyknipser Oli.M telefoniert. Er meinte, Fashion und deren Fotografie wäre so ziemlich das Sinnloseste auf der Welt, und Klamotten seien in dieser Branche völlig überbewertet. Das hat mir ganz schön zu denken gegeben. Ich überlegte, wie man Mode so knipsen kann, dass man etwas Gutes tut. Und die Lösung liegt so nahe: Weltfrieden. Verbindet man zwei bescheuerte Themen, entsteht etwas Großartiges. Muss doch, oder?

Dieses Bild ist nicht nachbearbeitet. Model: Sharlet

Thematisch habe ich schon ein paar brisante Themen aufgegriffen, zum Beispiel das Atomshooting auf dem Bild rechts. Ein Anfang. Wie geht es weiter? Soll ich nun in Afghanistan die hungernden Kinder aus Afrika in D&G-Sonnenbrillen ablichten? Nein, umgekehrt. Ich nehme weiterhin Lisa und Erna von nebenan, aber für die Klamotten lasse ich mir etwas einfallen. Eco, Nachhaltigkeit, CO2, Fair Trade und wo man da alles dran denken muss.

In diesem Beitrag sammele ich Links zu vertretbar hergestellten Klamotten. Nur Seiten mit Bildern von außergewöhnlich edler Garderobe sollen hier aufgenommen werden. Keine Jeans, Pullis und nachgemachte Converse Chucks. Shops werden bevorzugt, schließlich soll man die Sachen irgendwie beziehen können.

netActions Auswahl an Ökomode

  • Ego-Boudoir stellt(e?) ausgefallene Klamotten und Unterwäsche her.
  • Amana London hat nur Kleider, aber die sind sehenswert.
  • Enamore.co.uk führt Unterwäsche im Stil der Fünfziger.
  • urbanfoxeco.com Aurora Set unter anderem ein BH-Set für 100$.
  • organic-lingerie.com, der Shop von g=9.8 mit Unterwäsche und ein paar Negligés. Und ein britischer Laden mit Sachen von g=9.8
  • Was bei the Natural store so ethisch korrekt zugeht, wurde mir beim Überfliegen des Shops nicht klar. Auf jeden Fall gibt es dort tolle Unterwäsche, Kleider und Schuhen zu (ab)gehobenen Preisen.
  • EcoSkin ist nicht unbedingt umwerfende Fashion, aber die Aufmachung ist sehenswert.
  • Inke Koffke Das Modelabel der gleichnamigen Designerin aus Ingolstadt kreiert ein paar ausgefallene Kleider.
  • anzüglich Die älteren Designs von Bawi Koszednar treffen eher meinen Geschmack, aber auch die Kleider der Kollektion Sommer 2010 sind einen Blick wert.
  • Das berliner Label format favourites schneidert in geringen Stückzahlen.
  • Ob reet aus Klamotten oder Kust verkauft?
  • Kaethe Maerz ist recht bekannt, ich mag sie nicht besonders.
  • Avantgarde Green aus Köln ist in meinen Augen das einzige Label, das keinen Widerspruch zwischen Glamour und Nachhaltigkeit sieht. Die eleganten Kleider sind das Aushängeschild so mancher Messe oder Modenschau. Außerdem sind sie recht preiswert.
  • Ada Zanditon
  • Pact aus Amerika stellt einfache Unterwäsche her.

Nach dieser Recherche wundere ich mich über das Angebot von grüner Mode. Als ob sich nur Ökos für das Thema interessieren, gibt es mehr Jesuslatschen und Tuniken als elegante Kleider. Kommen als Käuferschicht nur Körnerfresser in frage? Ich denke nicht. Viel mehr gibt es die Ökos, die Outfits für Ökos machen. Und es gibt die Modeindustrie, die alle anderen bedient. Sie kennt den Markt und die Werbeinstrumente. Meiner Meinung nach sollten sich die grünen Hersteller ein Beispiel an Wicked Weasel oder H&M nehmen statt diese Namen kategorisch abzulehnen. Da gibt es viel über Kunden und Strategien zu lernen.

An Blogs über grüne Mode fielen mir der von Kirsten Brodde und Frau Jona & son auf.

Letztes Update dieses Artikels: 26.Feb.2011

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