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Facebook spricht OpenID. Wirklich?

Manche Sachen sind gar nicht so leicht zu begreifen. allfacebook schrieb im Mai 2009, Facebook würde OpenID implementieren. Sofort. Also demnächst. Naja vielleicht. Mashable schreibt: “you can now signup [facebook] using an OpenID URL from another identity provider.” und gibt im selben Text zu: “The implementation doesn’t seem to be live yet for everyone”. Wann ist denn bitte “now”? Innerhalb von einem Jahr jedenfalls nicht.

Golem meinte 2009: “Nutzer können sich ab sofort mit einer OpenID bei Facebook anmelden.” und erklärt: “Wer also bei Google eingeloggt ist, zu Facebook wechselt und dort vorher seinen OpenID-Account angegeben hat, ist auch auf Facebook automatisch angemeldet.” Was da OpenID genannt wird, ist also nichts anderes als die Weitergabe von Identitäten zwischen zwei Konzernen. Ähnlicher Quark steht in Facebooks Developer Blog, bei netzwertig und Techcrunch. Und ich habe es verwundert geglaubt.

Man merkt bei genauerem Hinsehen nicht nur, dass die Nachrichtenseiten das PR-Geschwafel nur voneinander abschreiben, sondern dass sich nicht einmal jemand die zwei Minuten Zeit genommen hat die Ente zu prüfen. Das tat aber notizBlog mit dem Ergebnis, dass Facebook OpenID völlig unbrauchbar implementiert hat. Auf stackoverflow gibt es trocken zu lesen: “The blog posts are all misleading.”

Infobox:
OpenID, das ist, wenn man irgendwo im Internet sein Passwort
eingibt und damit in allen Webseiten angemeldet ist.
Es soll vermeiden, dass jeder Webmaster und Admin Zugriff
auf die Universalpasswörter von tausenden Usern hat.
OpenID ist im Grunde die einzige Möglichkeit die Zahl der
Personen mit Zugriff auf persönliche Daten im Rahmen zu halten.

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