Unsortiere Fotos

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Hochzeitsreportage

Hochzeitsreportagen sind ein eigenständiges Gebiet der Fotografie. Als Assistent von Hochzeitsfotografen lernt man, auf welche Situationen es ankommt, denn ein Ringwechsel vor der Gemeinde lässt sich nicht wiederholen. Ich habe nie behauptet, dass ich das könnte und wusste nicht einmal, wie eine kirchliche Trauung abläuft. Trotzdem haben mich Ivonne und Alex beauftragt. Das Ergebnis ist: Von jeder wichtigen Situation konnte ich ein brauchbares Bild abliefern. Ein Profi hätte im Gegensatz zu mir sicherlich Tricks gewusst, wie er besser mit der Hochzeitsgesellschaft umgeht oder in kürzester Zeit beeindruckende Portraits vom Paar schießt.

Olympus micro Four Thirds im Studio

Die spiegellosen Systemkameras mit wechselbaren Objektiven gelten als klein und leicht bei einer beachtlichen Bildqualität. Ohne Blitz sind sie super unkompliziert. Ich wollte mit so einer Ausrüstung auch im Studio arbeiten, ohne wahnsinnig viel Technik auffahren zu müssen. Das Einmessen von Blitzen und Verlegen von Kabeln für Strom oder Auslöser kam nicht in frage. Bei Olympus ist das möglich.

Zur Olympus OM-D E-M1 gehört der winzige Aufsteck-Blitz FL-LM2. Mit dem lassen sich andere Olympus-Blitze fernsteuern. Diese Funktion nenn Olympus RC mode. Dabei sind ein paar Dinge zu beachten.

Das Licht direkt von der Kamera soll in der Regel keine Schlagschatten und hässlichen Reflexe im Bild werfen. Daher steht er stets auf Off. Trotzdem leuchtet er, um die entfernt aufgestellten Blitze zu steuern. Das ist leider im Bild zu sehen, besonders stark, wenn er auf Hi steht oder der Fotograf nah ans Objekt geht. Runterstellen auf Low mindert zwar das unerwünschte Licht um mehrere Blenden, bei schlechter Sichtverbindung zu den entfernten Blitzen wird er allerdings kaum noch empfangen. Die perfekte Lösung wäre ein Infrarot-Filter vor dem Sender. Ich habe die METZ IR-Klammer für 15MS-1 ausprobiert. Sie tut, was sie soll, mindert aber leider auch deutlich die Empfangsqualität.
Als Empfänger habe ich die Aufsteckblitze FL-600R. Sie sind sehr klein und lassen sich auch auf dem Stativ gut bedienen. Die Lichtmenge ist grenzwertig. Mit einem kleinen Reflex-Schirm oder einer Lastolite Ezybox Speed-Lite sind ausreichend Reserven da. Diese beiden Lichtformer sind sehr handlich und schnell aufzubauen, so dass sie gut ins Setup passen. Wenn ein Raum indirekt über eine Wand beleuchtet werden soll, kommt der FL-600R bei ISO 200 und Blende 5.6 an seine Grenzen.

Bei schlechtem Empfang kann es passieren, dass der entfernte FL-600R erst eine Sekunde nach der Aufnahme auslöst. Das gleiche Phänomen wurde auch schon beim FL-50R beobachtet. Dann stecke ich einen FL-600R direkt auf die Kamera, helle damit indirekt den Raum auf und steuere zuverlässig den entfernten Blitz.

Wenn der FL-LM2 zur Steuerung zu schwach ist, wäre es toll, auf der Kamera eine Alternative zum teuren und großen FL-600R zu haben. Der FL-14 oder FL-300R gehen aber nicht! Die beiden können nicht als RC-Master arbeiten. Die einzige Alternative zum FL-600R ist der baugleiche Panasonic DMW-FL360L (L beachten!) und Metz-Blitze. Gebraucht kommen noch der FL-36R und FL-50R in frage.

Draußen und in großen Hallen funktioniert das Olympus RC-System schlecht, da es leider mit Licht arbeitet. Hier sind Funk-Auslöser besser geeignet. Die Sets für Canon-Blitze können auch Olympus-Blitze aufwecken und auslösen. Auf die Steuerung von der Kamera muss dabei allerdings verzichtet werden. Die Blitze müssen dann auf eine feste Lichtmenge voreingestellt werden oder messen pi mal Daumen selbst, wenn man ihnen Blende und Empfindlichkeit sagt.

Model-Kartei-Stream

Die Model-Community Model-Kartei hat keine Webseite für Mobilgeräte, und auch auf großen Bildschirmen braucht man für die Navigation viele Klicks und viel Geduld. Deshalb habe ich in node.js eine alternative Oberfläche programmiert. (Quellcode)

Die Seite hat selbst keine Datenbank, sondern holt sich die Daten von model-kartei.de. Oft werden die Daten von verschiedenen Seiten zusammengewürfelt und auf einen Blick dargestellt. Das funktioniert nur, wenn das Passwort von Model-Kartei eingegeben wird. Es geht leider nicht anders.

Mein Ziel ist es, nicht nur die Favoritenbilder und Jobs, sondern auch alle Seiten der linken Navigation (Klick auf das Symbol ganz oben links), also Forenkommentare, Statusmeldungen und so weiter im MK-Stream gleichzeitig anzuzeigen. Dann muss nur runtergescrollt werden, um alle Neuigkeiten zu sehen. Leider funktioniert das nicht, weil model-kartei.de die Zeit der Bilder und Beiträge nicht in den Übersichten anzeigt. Das müsste sich eigentlich leicht ändern lassen, und dann ist MK-Stream eine richtige Timeline.

Ihr könnt die Bilder eurer eigenen Sedcard liken. Das geht auf model-kartei.de nicht. Für Meinungen und Anregungen habe ich die Seite etherpad.netaction.de/p/mks eingerichtet.

Pro-Tipp: Eine Sedcard-Adresse von model-kartei.de kann wie sie ist in die Zwischenablage kopiert und an die Adresse von MK-Stream angehängt werden. Wenn mk-stream.netaction.de/jobs die aktuelle Adresse ist und die Sedcard https://www.model-kartei.de/sedcards/fotograf/74066/netaction/ aufgerufen werden soll, kann diese Adresse einfach angehängt werden zu mk-stream.netaction.de/jobshttps://www.model-kartei.de/sedcards/fotograf/74066/netaction/. Dann wird die Sedcard angezeigt.

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MK-Stream Bilderinfo und Like

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MK-Stream Bilder

MK-Stream Jobdetails

Photohackday 2013

Am letzten Wochenende war ich auf dem Photohackday 3. Google, Fotolia, EyeEm und ein paar andere luden Künstler und Programmierer ein, um das Wochenende zusammen zu basteln. Für mich klang das spannend. Es saßen also ein paar hundert Leute in Prenzlberg zusammen, überlegten, was sie bauen könnten und konstruierten Prototypen.

Gestört wurde die Idylle eigentlich nur von den Veranstaltern. Zwei, die mit der kreativen Nutzung von Inhalten nichts zu tun haben, versuchten mit ihren Preisen die Ideen zu vernichten. Auf der einen Seite stand Google, das gerade erst RSS, CalDAV, XMPP, OpenID und ein paar andere wichtige freie Standards kaputt gemacht hat. Und auf der anderen Seite basiert das Geschäftsmodell vom übergebliebenen Fotoagentur-Dinosaurier Fotolia darauf, Bilder nicht weiterzugeben. Und wer brav gekaufte Bilder doch mal für seine Werbung bei Facebook oder in seinem freien Blog nutzen möchte, wird verklagt.

Ich hätte mir Vorträge zu WordPress, Node.JS oder Wikipedia Commons gewünscht. Einfach Schnittstellen mit Potential. Leider war von Veranstalterseite nichts davon zu hören.

Diese beiden Unternehmen, denen es hauptsächlich darum geht freien Datenaustausch und freie Medien zu verhindern, wollten auf dem Photohackday Ideen für die neue Nutzungsmöglichkeiten von Fotos sehen. Absurd. Zum Gewinner wurde schließlich ein Team ernannt, das sich weder von den miesen Google-APIs noch von Fotolias mittelalterlichem Glaube ans Urheberrecht irritieren lies und einfach wild Fotos zusammenkopierte.

Camille Claudel auf der Berlinale 2013

Im Film „Camille Claudel 1915“ geht es um die gleichnamige Künstlerin, die ihr Lebensende eingesperrt in einer Klapse verbringt. Die meiste Zeit sieht man sie in der Nahaufnahme über ihre Familie sinnieren. Nach einer Stunde kommt ihr Bruder in den Raum und sagt wenige Sätze. Sie redet ununterbrochen weiter.

Hätte sie ihren Text nicht auswendig gelernt, würde der Film eine Lesung zeigen. So ist es eher eine Frau, die eine Geschichte erzählt, von der man nichts sieht. Die letzte halbe Stunde hatte ich keine Lust mehr auf den Textschwall zu achten. Große Wendungen wird es aber wohl nicht gegeben haben, denn ihr bedröppelt verheulter Audruck bleibt bis zum Schluss konstant.

Camille Claudel im Friedrichstadtpalast

Fotoshootings in der urheberrechtlichen Realität

Facebook verlangt für jedes hochgeladene Foto die Erlaubnis, den Inhalt beliebig weiterzuverkaufen oder selbst zu nutzen:

Leagl Terms 2.1: „you grant us a non-exclusive, transferable, sub-licensable, royalty-free, worldwide license to use any IP content that you post on or in connection with Facebook (IP License).“

OK, das ist nicht neu. Die meisten Shootingfotos sind halt illegal auf Facebook. Aber Facebook wird die Bilder schon nicht nutzen, das können die sich nicht erlauben, war immer die vorherrschende Meinung. Naja, Twitter und Instagram machen es zwar, aber Facebook bestimmt nicht, denen kann man vertrauen. Und außerdem: Wer will schon Fotos von süß guckenden Mädels kaufen?

Nun ist es aber so, dass Facebook eben doch die Fotos weiternutzt. Und zwar auch die schlechten. Selbst für Spam-Mails. Das ist wohl nicht nur urheber-, sondern auch persönlichkeitsrechtlich relevant.

Jetzt können wir uns mal wieder eine Runde aufregen und Facebook scheiße finden. Ich frage mich allerdings vor allem, ob mein Shootingvertrag noch zeitgemäß ist. Ich arbeite unter der mit Facebook unkompatiblen CreativeCommons CC-BY-SA. Facebook werde ich nicht ändern. Aber mit der Do What The Fuck You Want To Public License (WTFPL) könnte ich zumindest jedermann das gleiche Recht wie Facebook einräumen. Nach der Lizenz darf nämlich einfach jeder mit den Bildern machen, was er will. Bearbeiten, verkaufen, den Namen nicht nennen, was auch immer.

Dadurch würde nicht nur Facebooks Machtvorteil verschwinden, sondern es könnten kreative Leute beliebige geile Sachen mit meinen Bildern machen, und das könnte spannend werden. YouTube hat auch so ein Modell. Da kann man seine Filme unter der recht ähnlichen CreativeCommons CC-BY freigeben. Es gibt sogar ein spezielles Videoschnittprogramm, um diese Clips zu remixen.

Mal gucken. Vielleicht läuft mein nächstes Shooting unter WTFPL. Die Einverständniserklärung könnte so aussehen:

Hiermit wird unentgeltlich jeder Person, die eine Kopie der Fotos vom Shooting am 6. Februar 2013 erhält, die Erlaubnis erteilt, sie uneingeschränkt zu benutzen, inklusive und ohne Ausnahme dem Recht, sie zu verwenden, kopieren, ändern, fusionieren, verlegen, verbreiten, unterlizenzieren und/oder zu verkaufen, und Personen, die diese Fotos erhalten, diese Rechte zu geben. Unterschrift Fotograf, Model, Visa, Locationeigentümerin