All posts filed under: Elektronik

Digitalstrom in die Wohnung gelegt

Licht aus, Heizung an, auf zentralen Überwachungs-Bildschirmen die Wohnung steuern – das ist Hausautomation. Meine Installation beschreibe ich hier. Vier Konzepte Irgendwie müssen die Leuchten und Schalter und Antriebe und Melder verbunden werden. Im Idealfall so, dass von einem Punkt alles eingestellt wird, aber auch jeder Raum für sich alleine werkeln kann. Für die Datenübertragung gibt es vier Konzepte: Zentral zusammenlaufende Leitungen kommen ohne Datenbus aus. Meist geht von jeder Leuchte ein Kabel in den Sicherungskasten, der sogenannten Unterverteilung. Zu den Schaltern führen Klingeldrähte. In den Plattenbauten der DDR waren solche Systeme schon vor Jahrzehnten Standard. Für Erweiterungen werden allerdings ungenutzte Leitungen, Leerrohre oder Zwischendecken benötigt. Mit KNX wird heute noch im Grunde genau so gearbeitet. Um die komplette Schaltungstechnik zu ersetzen, reicht es nämlich, am Sicherungskasten zu schrauben. Flexibler geht es kaum. Datenkabel parallel zu allen Stromkabeln zu ziehen ist das übliche Verfahren in großen Neubauten. Dadurch lassen sich hohe Datenmengen zuverlässig verteilen, etwa um in hunderten Räumen Klimadaten bereitzustellen und abzufragen. Allerdings kann so ein RS485-Bus überall und sogar ungewollt gestört werden. Und …

Morsen mit Stützrädern

Morsen habe ich mal gelernt, habe es dann wieder vergessen, habe es wieder gelernt, wieder vergessen, und dann das gleiche noch ein drittes Mal. Es ist nicht so schwierig, sich ein paar Wochen täglich hinzusetzen und das Gehör zu trainieren, möglichst schnell und fehlerfrei die Zeichen zu erkennen. Nur hält der Erfolg ohne regelmäßiger Praxis nicht lange an. Beim vierten Anlauf gehe ich dank moderner Technik einen anderen Weg: Ich starte direkt mit den realen Funkverbindungen, bis zu denen ich es bei den bisherigen Anläufen nie geschafft habe. Zur Unterstützung schließe ich einen Rechner ans Funkgerät an, der alle empfangenen Zeichen anzeigt, und in den ich meine Antworten direkt eintippe. Wenn ich ein Zeichen nicht schnell genug verstehe, ist das nicht schlimm, denn der Computer schreibt mit. Das Gehör wird gleichzeitig trotzdem geschult. Zur Abwicklung der Verbindungen verwende ich das bewährte Programm fldigi von W1HJK. Seit 2014 hat es einen Bayesischen Morse-Decoder von AG1LE. Am Rechner steckt ein Sound-Adapter mit USB-Anschluss. Fldigi verwendet Line In zum Decodieren und sendet zum Senden einen Sinus an Line …

Raspberry Pi zur Anzeige von Bildern und Webseiten

Der Mini-Computer Raspberry Pi ist stromsparend und billig. Zum Surfen reicht die CPU nicht, aber selbstgebaute Webseiten können so einfach gehalten werden, dass sie sich anzeigen lassen und für einen digitalen Bilderrahmen funktionieren. Wird eine Maus oder ein Touch-Screen angeschlossen, sind Links zu weiterführenden Informationen möglich. Dieser Artikel gilt sowohl für den Raspberry Pi 1 als auch 2, denn das Betriebssystem Raspbian ist bei beiden identisch. Betriebssystem Zuerst wird das Standard-Betriebssystem Raspbian heruntergeladen und installiert. Raspbian ist weit verbreitet und perfekt dokumentiert. Zum Beispiel funktionieren viele Touchscreens ohne weiterer Einrichtung. SSH-Server Der SSH-Server ist schon installiert. Damit lassen sich übers Netzwerk Datei-Transfers und eine Konsole nutzen. Wegen dieser Schnittstelle sollte mit passwd das Passwort des Benutzers pi geändert werden. Der Root-User hat kein Passwort, mit ihm kann man sich nicht anmelden. Wer einen öffentlichen SSH-Key hat, kopiert ihn in /home/pi/.ssh/authorized_keys. Dann ist der Login ganz ohne Passwort möglich. Display Nach der Wahl der grafischen Oberfläche bei der Installation hat der Bildschirm aus dubiosen Gründen schwarze Ränder. Deshalb wird ein Terminal geöffnet und in einer Konfigurations-Datei …

Synthese von Morse-Zeichen im Browser mit morseSynth

Die Geschichte des Telegrafie-Unterrichts ist so lang wie die des Morse-Codes. Im 19. Jahrhundert prägten sich die Telegrafisten die Bilder für jedes einzelne Morsezeichen ein. „·−“ hieß A, „’−···“ war ein B. Die Zeichen wurden auf eine schmale Rolle Papier gedruckt. Schnell wurde klar, dass der Melodie des Druckers zu hören viel einfacher war, als Punkte und Striche abzuzählen. Auf das Papier wurde bald verzichtet. Dafür konnte die Geschwindigkeit erhöht werden, so dass Dits und Dahs verschwammen. Die Telegrafisten achteten nur noch auf die Melodie der Zeichen oder ganzen Wörter. Morsen ist halt eine Sprache, die man zwar nicht sprechen, aber nur durch Hören lernen kann. Es dauerte Jahrzehnte, bis Wissenschafter diese Erkenntnisse auch für die Lehre vorschlugen. Der Psychologe Ludwig Koch empfahl schließlich 1936, Morsezeichen von Anfang an mit hoher Geschwindigkeit zu lernen. Statt zu zählen kommt es auf den Klang eines Zeichens an, und den hört man nur, wenn ein Dit, also ein Punkt, weniger als 50ms dauert. Nach einigen Stunden Übung lassen sich so pro Minute bereits 25 Wörter aufnehmen, das entspricht …

Android-Chrome unter Ubuntu debuggen

Leider zeigen die Android-Browser ihre Konsolen nicht an. Man muss die Entwickler-Werkzeuge auf dem PC über USB nutzen. Unter Ubuntu 13.10 und Android 4.4 geht das so: Die Pakete android-tools-adb und chromium-browser installieren. Im Android-Gerät unter Einstellungen – Über das Telefon siebenmal auf Build-Nummer tippen, dann erscheint die Nachricht, dass man Entwickler ist. Anschließend in Einstellungen – Entwickleroptionen die Option USB-Debugging aktivieren. Jetzt das Mobilgerät an den PC stecken. Es sollte ein Hinweis auf USB-Debugging erscheinen. Chromium starten und die Adresse chrome:inspect eingeben. Hier sollte das Phone mit allen geöffneten Webseiten zu sehen sein, selbst wenn Chrome for Android gerade nur im Hintergrund läuft. Diese Lösung ist so einfach und für mich viel besser als eine Konsole auf dem Android-Gerät. Man kann übrigens auch mit „adb forward tcp:9222 localabstract:chrome_devtools_remote“ eine Webseite unter localhost:9222 einrichten. Darauf kann man auch im Firefox und jedem anderen Browser die Konsole von Chrome for Android bearbeiten. Bei mir funktioniert das allerdings nicht richtig.

Beleuchtungsstärke messen mit FS20-Hausautomatisierung

Zu einer elektronisch gesteuerten Beleuchtung gehört in der Regel die Messung des verfügbaren Tageslichtes. Ich beschränkte mich beim FS20-System auf die Messung mit einem einzelnen Sensor. Aufwändigere Installationen haben einen pro Himmelsrichtung. Von ELV gibt es für diese Aufgabe den Dämmerungssender FS20 SD. Wie der Regensensor FS20 SR, der Bodenfeuchte-Sensor FS20 BF und viele andere sendet er nur Daten, wenn sich der Zustand ändert, also typischerweise zweimal am Tag. Da FS20 recht unzuverlässig ist, reicht das nicht, um wirklich zu wissen, ob es draußen hell oder dunkel ist. Man könnte ja einen Datensatz verpasst haben. Außerdem muss man die Schwellen am Sensor eingeben, was funktioniert, aber nicht besonders komfortabel ist. Ich habe den Temperatur-Sensor HMS 100 T zu einem Beleuchtungsstärke-Messgerät umgebaut. Er sendet alle fünf Minuten einen Messwert. Da er nichts empfängt und nicht konfiguriert werden kann, ist der Betrieb sehr einfach. Batterien einlegen und fertig. Empfangen kann man ihn wie alle HMS-Geräte nicht mit den üblichen Aktoren wie z.B. Dimmern. Eine Zentrale muss die Helligkeit empfangen und auswerten. Bei mir ist es der CUL-Adapter …

FS20-Hausautomatisierung mit CUL_FS20 statt FHEM

Um Leuchten oder Heizungen elektronisch zu steuern werden im einfachsten Fall Insel-Lösungen verwendet. Dies sind z.B. Leuchten mit Bewegungsmelder, Steckdosen mit Funkfernbedienung, Hausnummernbeleuchtungen mit Dämmerungssensor oder Termostate für Heizungen. Deutlich flexibler sind die System-Lösungen, bei denen sich mehrere Sensoren und Aktoren kombinieren lassen. FS20 von ELV ist eines dieser Systeme. Hier lassen sich beliebig viele Fernbedienungen, Dimmer, Schalter oder Ventile miteinander verbinden. Alles, was Befehle sendet, wird dabei Sender genannt. Alle Geräte, die Befehle ausführen, heißen Empfänger. Sender und Empfänger werden direkt miteinander verbunden. Drückt man eine Taste, geht z.B. das Licht im ganzen Raum an. In den Sendern werden alle Befehle programmiert und die Empfänger darauf angelernt. Für komplexere Zusammenhänge wird meistens eine Zentrale benötigt, die alle Schaltzustände kennt und damit flexibler die Empfänger steuern kann. Zentrale Für FS20 gibt es die FHZ-Zentralen. An einem angeschlossenen PC mit Windows-Programm stellt man ein, wie die Zentrale auf Eingänge reagieren soll. Die größten Probleme sind dabei erstens das Windows-Programm und zweitens, dass man für immer bei FS20 bleiben muss. Mit dem USB CUL-Adapter kann jeder Rechner …

Samsung schneller laden als erlaubt

Nach der Logik von Samsung sollte ein Handy nicht nur nach zehn Stunden leer sein, sondern auch das Laden dauert so lange. Zumindest am Rechner über USB. Falls das Gerät nur am Computer geladen wird, sollte es also mindestens 14 Stunden pro Tag eingesteckt bleiben. Ob es da nicht Abhilfe gibt, wollte ich vom Support wissen. Wie kann ich das Laden über USB beschleunigen? Braucht das Ladekabel dafür eine bestimmte Beschaltung oder Spannung? Im Netz kursieren einige Schaltpläne mit Drahtbrücken und Widerständen. Allerdings weiß ich nicht, welche davon funktionieren und hätte gerne offizielle Spezifikationen. Die Antwort kam schnell und inhaltsfrei: Gern können Sie in regelmäßigen Abständen unter www.samsungzubehoer.de prüfen, ob leistungsfähigere Akkus oder alternative Lademöglichkeiten zur Produktpalette hinzugefügt worden sind. Merkwürdig, immerhin haben andere bereits Lösungen gefunden. Tatsächlich lässt sich die Strombegrenzung leicht aufheben. Dafür baute ich einen Adapterstecker, der auf der Seite zum Rechner nur den Strom über USB holt, die Datenleitungen sind offen. Die Buchse zum Ladekabel wird mit den ankommenden 5V versorgt, zusätlich sind die beiden Datenleitungen kurzgeschlossen. Nach USB-2.0-Spezifikation ist diese …

Amateurfunk

Nun habe ich die Amateurfunklizenz in der Tasche. Wenn mal was ist, kann es nicht schaden etwas vorweisen zu können. Gerade in diesen Zeiten. Da ist die höchste Klasse eine wichtige Qualifikation. Man kann ja nie wissen, besser man hat vorgesorgt. Codes der Länder (DXCC Entities list) CEPT-Länder, in denen deutsche Funkamateure ohne weiterer Genehmigung senden dürfen Bandplan der International Amateur Radio Union Q-Gruppen Deutsche Rufzeichenliste – Das Telefonbuch